Zugemüllt

„Die Lösung bei diesem Gewinnspiel ist leicht,
vielleicht werde ich damit endlich reich!“

Schnell hat Tim das Formular ausgefüllt
und dabei wichtige Daten enthüllt:
Sie fragen nach dem Alter und seinem Interesse
und nach seiner E-Mailadresse.

Vier Wochen lang war das Spiel offen,
aber der Gewinn ist nicht eingetroffen.

Dafür ist Tims Mailbox gefüllt
und mit Werbung zugemüllt.
„Wie haben die meine Adresse gefunden?
Ich gehöre doch gar nicht zu deren Kunden.“

 

Merke: Gib deine E-Mail-Adresse im Internet nicht preis!
Werbe-E-Mails (Spam) sind zwar ohne vorherige Einwilligung des Nutzers unzulässig. Doch vor allen Dingen ausländische Firmen kümmert die Rechtslage in Deutschland nicht. Gib deshalb deine private E-Mail-Adresse im Internet nicht preis. Benutze für solche Zwecke lieber eine „Wegwerf-Adresse“, die du nach einigen Monaten wieder löscht. Unter spamgourmet.com besteht die Möglichkeit eine einmalige Email-Adresse einzurichten. Um sich vor ungewolltem Spam zu schützen, kann man hier eine Email-Adresse bekommen, die automatisch nach 24 Stunden wieder gelöscht wird.

Die Seite www.spamcop.net gibt die Möglichkeit, den Erhalt unerwünschter Spam-Emails mitzuteilen und sendet eine Mitteilung hierüber an den jeweiligen Internet Service Provider.

Auch in Internetforen, Gästebüchern oder Newsgroups sollte man sehr vorsichtig mit der Angabe der Email-Adresse umgehen, da es mittlerweile Programme gibt, die solche Umgebungen gezielt nach Email-Adressen absuchen.

Weitere Infos:
– Urteil des Bundesgerichtshofs I ZR 81/1 vom 11.03.2004 „E-Mail-Marketing“
– Anti-Spam-Programme: z.B. SpamihilatorSpamCop