Shareware plus minus null

„Chemie habt ihr noch nie geliebt?
Dann schaut doch mal, was es hier gibt:
Formelsammlungen en masse,
so machen Klausuren endlich Spaß!“

„Hm, ich weiß nicht, ist das legal?
Ich überleg‘ mir das noch mal.“
„Das ist Shareware“, Sofie erklärt,
„damit macht ihr nichts verkehrt.“

„Kommt und kauft meine Kopie,
so günstig war es wohl noch nie.
Nur 1,02 € pro CD und Blatt,
ein Angebot, da seid ihr platt!“

Als Papa dies erblickt,
ist er erst mal nicht entzückt:
„Shareware sollst du nicht verkaufen,
dein Geschäft ist jetzt gelaufen!“

Doch Onkel Justus erklärt ihm dann,
dass Sofie Geld verlangen kann.
„Materialkosten darf sie nehmen,
dafür muss sie sich nicht schämen.“

 

Merke: Materialkosten gibt es ersetzt!
Wer Shareware vertreibt, darf die Materialkosten für die Rohlinge, die CD-Hülle und das Handbuch ersetzt verlangen. Für die Software selber darf man aber kein Geld verlangen! Im Ergebnis macht man damit weder einen Verlust noch einen Gewinn. Für Kopien von Public Domain, Freeware und Shareware kann man regelmäßig eine Kopiergebühr verlangen. Ob eine Kopiergebühr zulässig ist oder nicht, ergibt sich aus den Lizenzbestimmungen des jeweiligen Programms. Die Kopiergebühr darf aber nur als Ersatz für den Kopieraufwand dienen. Rechte an der Software können nicht übertragen werden.

Weitere Infos:
Hinweise von Lehrer-Online zu Shareware