Bücher im Intranet

Ein Scanner im Haus erspart die Kopie,
auf die Idee kam die Schule noch nie.

Im Intranet die Bücher lesen,
ist bisher noch nicht dagewesen!

„Hör gut zu“, Onkel Justus belehrt,
„und mach im Intranet nichts verkehrt.
Teile aus Büchern darfst du scannen,
doch dürfen sie sich nicht „Schulbücher“ nennen.“

Aus Schulbüchern darf Papa wie immer,
Kopien machen für’s Klassenzimmer.

 

1. Merke: Keine Schulbücher ins Intranet!
Auszüge aus Büchern darf man zu Unterrichtszwecken einer Schulklasse im Intranet der Schule zugänglich machen. Bei den Büchern darf es sich aber nicht um Schulbücher handeln, es sei denn der Berechtigte (meist der Verlag) hat einwilligt, siehe § 52 UrhG. Die Verlage sind in der Regel bereit eine entsprechende Einwilligung zu erteilen, wenn durch entsprechende technische Schutzmechanismen (Passwortschutz) sichergestellt ist, dass ein Zugriff nur durch einen abgegrenzten Personenkreis in Klassenstärke möglich ist. Für die Einwilligung wird meist eine Lizenzgebühr durch die Verlage erhoben. Ohne Einwilligung darf man Auszüge aus Schulbüchern für den Unterricht nur durch herkömmliche Kopien vervielfältigen.

2. Merke: Keinen ganzen Bücher ins Intranet!
Es dürfen nur kurze Auszüge aus Büchern (nicht mehr als 10 % des Gesamtwerkes) oder einzelne Artikel aus Zeitungen und Zeitschriften in das Intranet gestellt werden und sie dürfen nur für die Unterrichtsteilnehmer zugänglich sein.

Weitere Infos:
– Grundwissen
– Fall: „Das virtuelle Schulbuch“
– Erläuterungen für den Unterrichtsalltag http://www.vds-bildungsmedien.de/html/vds.htm
– Broschüre „Alles was Recht ist – Das neue Urhebergesetz“ des VdS Bildungsmedien  e.V. http://www.vds-bildungsmedien.de/download/materialien/brosch/Broschuere_UhR_rz.zip