Das Referat aus dem Netz

Sofie hat sich ein Referat gewählt
über Troja und das Trojanische Pferd.

Zu Hause sucht sie auf Internetseiten
Infos, um den Vortrag vorzubereiten.
Ein fertiges Referat hat sie plötzlich erblickt
und sofort den Druckerknopf gedrückt.

Als Papa das sieht, meint er zu Sofie,
„So lernst du das Thema nie!
Und du verletzt das Urheberrecht,
selber schreiben wäre nicht schlecht!“

„Aber Papa, ich schreib‘ doch nicht ab,
ich such nur Ideen für mein eig’nes Referat.
Ideen sind urheberrechtlich nicht geschützt,
man kann verwenden, was einem nützt.“

 

Merke: Die Idee ist frei!
Ideen werden durch das Urheberrecht nicht geschützt. Deshalb kann man andere Werke als Anregung für die eigene Arbeit verwenden. Nur die konkrete Form eines Werkes ist schutzfähig, weshalb man ein fremdes Werk nicht abschreiben und als eigenes Werk ausgeben darf. Das wörtliche Zitieren fremder Werke ist dagegen erlaubt, solange die Zitate kenntlich gemacht werden (z. Bsp. durch Anführungszeichen) und die Quellenangabe des zitierten Werkes beigefügt wird.

Um Plagiate aufzudecken gibt es mittlerweile auch zahlreiche Suchdienste im Internet, die sich auf das Aufspüren von Plagiaten spezialisiert haben (z. Bsp. das kostenpflichtige Angebot von www.docoloc.de in Zusammenarbeit mit Google).
Oftmals führt auch eine Phrasensuche bei Google zum Erfolg, bei der einzelne Sätze aus der verdächtigen Arbeit als Suchanfrage eingegeben werden. Damit lässt sich häufig leicht die verwendete Quelle finden.

Weitere Infos:
– Grundwissen: Entstehung des Urheberrechtsschutzes http://remus.jura.uni-sb.de/urheberrecht/gw02.html#1
– Comic: „Die geklaute Titelstory“