Die geklaute Titelstory

Als Journalistin beim Tageblatt,
hat Mama viel Arbeit an diesem Tag.
Denn für eine der nächsten Ausgaben,
will man eine neue Story von ihr haben.

Als Mama nach Haus‘ gegangen ist,
ein Kollege ihre Geschichte liest.

„Die ist gut, die kopiere ich
und verwende sie dann für mich.
Ich setze meinen Namen drauf,
das fällt gewiss niemandem auf.“

„Dieser Artikel kommt in den Druck
und zwar sofort, das geht ruck, zuck!
Herr Müller, das haben Sie toll gemacht,
das hätte ich nicht von Ihnen gedacht!“

Am nächsten Morgen beim Frühstücken
muss Mama ganz entsetzt entdecken,
dass in der Zeitung ihre Story steht,
doch als Autor ist ein anderer erwähnt!

„Herr Müller, Sie sind sofort entlassen,
diese Frechheit ist nicht zu fassen!
Die Werke anderer klaut man nicht,
dafür landet man vor Gericht!“

 

Merke: Die Werke anderer klaut man nicht!
Urheberrechtlich geschützte Werke darf man nicht wortwörtlich übernehmen und als eigenes Werk ausgeben. Der Urheber hat das alleinige Recht zu entscheiden, ob und wie sein Werk veröffentlicht werden soll (Erstveröffentlichungsrecht), sowie ein Recht auf Nennung oder Weglassung seines Namens. Außerdem stehen nur ihm die Verwertungsrechte an seinem Werk zu, also beispielsweise das Recht, sein Werk zu vervielfältigen oder zu verbreiten.
Weitere Infos:
– Grundwissen: Rechte des Urhebers http://remus.jura.uni-sb.de/urheberrecht/gw04.html
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