Nutzung der Webseite durch die Schule

Die Schulleitung überlegt nun, ob sie einfach das Impressum mit den erforderlichen Angaben versieht und die Seite dann veröffentlicht. Ist das eine Lösung?

Nein!

Die drei Schüler sind die Urheber, denn nach § 7 UrhG ist der Schöpfer des Werks als Urheber anzusehen. Dabei ist ganz egal, ob der Schöpfer ein Erwachsener oder noch ein Kind ist. Die drei Schüler besitzen deshalb die Rechte an der Website. Die Schule erwirbt nicht automatisch die Rechte an der Web-Seite. Zwar kann die Schule nach § 10 Abs. 2 S. 2 ASchO Eigentum an Arbeiten von Schülern erwerben, die diese zweckbestimmt für die Schule angefertigt haben. Eigentum kann man nur an körperlichen Gegenständen erwerben. Da die Web-Seite jedoch keine Sache ist, kann die Schule nicht gemäß § 10 Abs. 2 S. 2 ASchO Rechte an der Website erwerben. Die Schulleitung muss sich als Auftraggeber vertraglich ein Nutzungsrecht einräumen lassen (§ 31 Abs. 1 S. 1 UrhG). Dies kann ganz unkompliziert und formlos erfolgen.

Für einen Vertragsschluss bedürfen Mats, Finn und Matilda wegen ihrer beschränkten Geschäftsfähigkeit gemäß § 107 BGBeiner Einwilligungserklärung ihrer gesetzlichen Vertreter. Dies sind regelmäßig die Eltern. Die Einwilligung kann auch noch nachträglich erteilt werden. Der Vertrag ist bis dahin allerdings schwebend unwirksam.